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Ursprünglich war SPAM ein Ausdruck für exzessives Posten
desselben Artikels in Newsgroups; heute bezeichnet man damit allgemein
unverlangte Massensendungen von E-Mail. (UBE - unsolicited
bulk e-mail). Spam wird nicht durch den Inhalt definiert, sondern
alleine durch die Tatsache, dass er unverlangt und in grosser
Menge versandt wird. Spam ist also im weitesten Sinne eine Sammelbezeichnung
für unerwünschte, belästigende Nachrichten in Form
von E-Mail oder Beiträgen (Postings) im Usenet (Newsgroups).
Bei E-Mail spricht man auch von Junk E-Mail ("Junk" =
wertloser Mist). Begleiterscheinung ist meist, dass diese Nachrichten
nur geringen inhaltlichen oder ästhetischen Wert haben.
Die Absender wollen durch Versenden solcher Nachrichten in ungebührlich
grosser Menge auf sich aufmerksam machen, erreichen aber durch die
Belästigung der Empfänger eigentlich das Gegenteil.
Da das Versenden von Nachrichten in grosser Menge einfach und billig
ist, ist es zu einem ernsthaften Problem geworden. Spam und Junk-Mail
werden von fast allen Netzbenutzern abgelehnt und als schwerer Missbrauch
angesehen. Uneinsichtigen Versendern von SPAM wird in letzter Konsequenz
der Internet-Zugang gesperrt
So verständlich es ist, dass jeder Mensch sein Anliegen möglichst
vielen anderen Menschen mitteilen möchte, so entstehen dadurch
beim Empfänger gravierende Probleme. Stellen Sie sich vor,
dass Sie täglich in Ihrem Maileingang (Mailbox, Postfach) Spendenaufrufe
von allen möglichen Organisationen, Angebote von Versicherungen,
Vermögensberatern, Pizzaservice, Installateur, Massagesalons
usw. bekommen. Dies natürlich aus der ganzen Welt. Das das
nicht so ist, haben Sie heute vielen technischen und organisatorischen
Massnahmen zu verdanken. Letztlich auch allen Internet-Benutzern,
welche sich engagiert und massiv gegen Spam eingesetzt haben.
Spam im Usenet
Mit Spam im Usenet bezeichnet man üblicherweise, wenn "der
selbe Beitrag (oder im wesentlich der selbe Beitrag) in einer unakzeptabel
grossen Anzahl in einer oder meherern Newsgroups veröffentlicht
wird." Der Inhalt ist dabei völlig nebensächlich.
Im speziellen unterscheidet man zwei Arten von Spam:
- Excessive Multi-Posting (EMP) - der Artikel wird in mehereren
Kopien ins Usenet gestellt.
- Excessive Cross-Posting (ECP) - der Artikel wird in einer
Kopie gleichzeitig in mehreren Newsgroups veröffentlicht.
Der Unterschied zwischen Multi-Posting und Cross-Posting ist, dass
beim Cross-Posting nur eine Kopie des Artikels auf den Newsservern
existiert, aber bei Multi-Posting mehrere. Multi-Posting verbraucht
also viel mehr Speicherplatz und Übertragungszeit als Cross-Posting.
Die Grenzwerte, ab wann Multi-Posting Spam ist, sind daher strenger
angesetzt als bei Cross-Posting.
Würde man beide Werte getrennt messen, könnten die Grenzwerte
umgangen werden. Gleiches gilt für das wiederholte Posten nach
kurzer Zeit. Deshalb misst man eine Kombination aus Cross-Post und
Multi-Post innerhalb einer definierten Zeitspanne.
Spam im Usenet wird heute weltweit gecancelt (entfernt). Der Absender
der gecancelten Nachricht wird davon per E-Mail informiert und über
den Cancel ein öffentlich zugängliches Protokoll erstellt.
Spam als E-Mail
Dabei geht es um Belästigung durch unerwünschte E-Mail.
Im speziellen unterscheidet man auch hier wieder zwei Arten:
- Unsoliceted Commercial Email (UCE) - unverlangte kommerzielle
Werbung per E-Mail
- Unsolicited Bulk Email (UBE) - unverlanget Massenmails
Hier ein kleiner Überblick, was thematisch am häufigsten
als Junk-Mail vorkommt:
- Kettenbriefe
- Pyramidenspiele
- Strukturvertrieb inkl. Multilevel Marketing
- andere "Werden Sie schnell reich" - Systeme
- Werbung für Pornografie
- Angebote für das Versenden von UCE
- Angebot über zu teuere Billigprodukte
In der Schweiz sind sämtliche Variationen verboten und fast
sämtliche Provider sind besorgt, dass nicht gespamt wird.
Auf EU-Ebene werden zwei Lösungsansätze diskutiert:
- Opt-Out Verfahren - Jeder, der keine Werbemails erhalten
will, muss sich in eine "Robinson-Liste" eintragen und
die Versender müssen diese Liste beachten. Alle anderen Benutzer
bekommen die Werbung. (Die Frage bleibt, wie man den Korea-Spamer
beibringt, dass sie so eine Robinsonliste beachten - Der meiste
Spam kommt von Korea oder wird über Korea geschickt)
- Opt-In Verfahren - Unverlange Werbe-Mail wid generell
verboten. Das Verschicken von Werbung oder Massen-Mail ist nur
zulässig, wenn sich der Empfänger in einer Mailing-Liste
eingetragen hat, wo er sich auch jederzeit wieder austragen kann.
Damit wäre gewährleistet, dass jeder, welcher Informationen
oder Werbung über ein bestimmtes Produkt oder Thema wünscht,
diese auch bekommt. Jeder andere bleibt verschont.
Das grösste Problem beim Spam ist leider, dass die Absender
fast immer gefälscht sind. Das heisst ohne technisches Wissen
finden Sie nicht heraus, von wo das Mail versendet wurde. Merken
Sie sich: Nie, nie auf ein solches Mail antworten oder auf einen
Link klicken. Auch nicht, wenn im Mail einen Link angeboten wird,
um sich aus der Datenbank zu löschen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit,
bekämen Sie den Spam dann gleich doppelt.
Warum sind die Absender meist gefälscht?
Der Spamer möchte in der Regel unerkannt bleiben. Jeder Spamer
weiss, dass er einen Missbrauch betreibt und gewisse Konsequenzen
zu tragen hätte. Er möchte Ihnen auch keine Gelegenheit
bieten sich zu beschweren. Deshalb sind diese Absenderadressen gefälscht.
In vielen Fällen sogar die Namen der Mailserver, über
den das Mail geschickt wurde.
Leider gibt es immer noch Mailserver (vorallem im Raum Asien und
Russland), die falsch konfiguriert sind. Normalerweise dürfen
Sie ihre Mails nur über SMTP-Mailserver Ihres Einwahlproviders
verschicken. Oder Sie haben die Möglichkeit sich an einem anderen
zu authentifizieren. Jetzt gibt es aber eben andere Mailserver die
es zu lassen, dass jeder Mails über diese verschicken kann.
Sogenannte "offene Mailrelays". Somit gibt es keine Kontrolle.
Ein gefundenes Fressen für Spamer.
Woher haben die meine Adresse?
Je nachdem, welche Dienste man im Internet gebraucht, gibt es ein
unterschiedliches Risiko, Spam-Mails zu erhalten. Zuerst sollte
man sich im klaren sein, wieso man überhaupt Spam zugeschickt
bekommt. In den allermeisten Fällen ist es notwendig, dass
der Spammer die E-Mailadresse kennt. Häufig vorkommende Adressen
(admin@..ch, info@...ch) werden geraten. In der Regel können
Sie davon ausgehen, dass eine Adresse nur dann mit Spam eingedeckt
wird, wenn Sie oder Dritte diese bekanntgeben.
Quellen von E-Mailadressen können sein:
- Eingabeformulare
- Usenet/Newsgroups/Webforen
- Bekannte, die Ihre Mailadresse weitergeben
- E-Mailverzeichnisse
- Elektronische Verzeichnisse (z.B. TwixTel)
- Webseiten
Was können Sie dagegen tun?
Überlegen Sie sich gut wo Sie ihre Mailadresse hinterlegen.
Was Sie nicht tun sollten:
Auf keinen Fall auf Spam direkt antworten, einen im Mail angegeben
Link besuchen oder eine im Mail beworbene Handlung vornehmen. Oft
sind in Spams auch Webseiten angegeben, auf denen Sie Ihre Adresse
angeblich löschen können. Auf keinen Fall tun!
Die Absenderadresse in einem Mail kann beliebig gewählt werden.
Kaum ein Spammer gibt hier seine eigene Adresse an. Schlimmstenfalls
wertet der Spammer die zurückkommenden Mails aus und übernimmt
die E-Mailadressen der Antwortenden in eine Datenbank mit verifizierten
Adressen, die er besonders teuer tauschen oder verkaufen kann. Einige
Spammer rächen sich auch gerade noch an ihren persönlichen
Feinden, indem sie in deren Namen spammen.
Die in Spams angegebene "Remove"- Funktion dient in aller
Regel auch der Verifikation. Andere Spammer geben auch nur eine
"Remove"- Adresse an, um die Empfänger zu beruhigen,
da sie dann glauben, das Problem gelöst zu haben.
Sinnvoll sind hingegen Beschwerden, wenn der Spammer aus der Schweiz
kommt, auch Begehren, gestützt auf das Datenschutzgesetz (Auskunft
über die vorhandenen Daten und deren Vernichtung). Wie man
die Beschwerdeadressen herausfindet und wie man ein Begehren gem.
Datenschutzgesetz anbringt, finden Sie weiter unten
als Link (externe Links)
Ebenfalls finden Sie dort Links, um sich auch für internationalen
Spam zu beschweren. Am einfachsten ist, wenn Sie dafür die
Seiten von SpamCop
verwenden. Dort finden Sie ein Formular. In dieses kopieren Sie
den Mailheader des Spammails und schicken es ab. Sie können
dann zusehen, wie der Mailheader ausgewertet wird. Sie sehen, über
welche Server das Mail wirklich verschickt wurde und bekommen die
entsprechenden Mailadressen, um sich zu beschweren.
Weitere Möglichkeiten
Das Melden von Spam ist sehr zeitintensiv. Wir sind dankbar, wenn
Sie diese Zeit aufbringen können. Wenn nicht, können Sie
auch sogenannte Filter setzen. Sie bekommen dann den Spam immer
noch, aber er wird gleich gelöscht und Sie bekommen Ihn nicht
zu sehen.
In jedem besseren Mailprogramm können Sie solche Filter setzen.
Sobald Sie ein Mail erhalten, wird geprüft, ob irgend ein Kriterium
erfüllt ist und je nachdem, die von Ihnen festgelegte Aktion
ausgeführt.
Wie Sie solche Filter in Ihrem Mailprogramm einrichten entnehmen
Sie bitte aus der entsprechenden Programmdokumentation oder Online-Hilfe.
Solche Filter sind ebenfalls in unserem Webmail gesetzt. Sie können
dort auch selbst Filter hinzufügen. Vergessen Sie nicht: Das
eigentliche Problem ist dadurch nicht behoben.
Haben Sie schon Kopfschmerzen? Es gäbe noch viel Theorie zu
vermitteln, aber wir denken, dass Sie das ev. nicht interessiert.
Wenn doch, dann empfehlen wir Ihnen am obige Links zu lesen.
Sie wissen jetzt ein bisschen mehr über Spam. Anschliessend
möchten wir Ihnen Schritt für Schritt zeigen, wie Sie
Spam an die entsprechenden Stellen melden. Als Beispiel nehmen wir
das weit verbreitete Outlook-Express von Microsoft. Jedes andere
Mailprogramm bietet diese Möglichkeiten auch.
Herausfinden der Beschwerdenadresse
In jedem Mail ist ein sogenannter Mailheader vorhanden. Dort werden,
etwas vereinfacht ausgedrückt, sämtliche Informationen
von wo und wann das Mail generiert und abgeschickt wurde, vermerkt.
Und über welchen Weg es zu Ihnen gelangt ist. Etwa so wie auf
einem normalen Brief. Diesen Mailheader müssen Sie sichtbar
machen. Im Beispiel von Outlook Express machen Sie das folgendermassen:
Markieren Sie in Outlook Express das ensprechende Mail und klicken
Sie im Menü auf Datei -> Eigenschaften. Sie sehen folgendes:
Jetzt öffnet sich ein weiteres Fenster. Hier wählen Sie
Details:

Wieder öffnet sich ein Fenster, hier klicken Sie auf Quelltext:

Im nächsten Fenster sehen Sie dann den Quelltext des Mails
mit dem sogenannten Mailheader:

Der hier gelblich markierte Bereich ist in Outlook Express in Wirklichkeit
nicht gelb, sondern fett geschrieben. Das ist nun der Mailheader.
Diesen kopieren Sie.
Es ist anzunehmen, dass in diesem Header so ziemlich alles gefälscht
ist. Um die relevanten Daten richtig zu bekommen, empfehlen wir
Ihnen SpamCop zu benutzen. Diese ist eine Internetseite hinter der
eine Organisation steht, die sich gegen den Spam verschrieben hat.
Gehen Sie dafür wie folgt vor:
Geben Sie in Ihrem Browser http://spamcop.net/anonsignup.shtml
ein und geben Sie in dem "Verify Email Adress" Ihre Mailadresse
ein. Sie können versichert sein, von da werden Sie keinen Spam
erhalten! Sie werden dann ein Mail mit der Anleitung für das
weitere Vorgehen erhalten. Dieses Mail beinhaltet in etwa folgende
Zeilen (Ausschnitt die relevant sind)

Die Zeile, die mit Submit beginnt ist eine Mailadresse. An diese
Adresse können Sie das Spammail weiterleiten. Das ist unsere
empfohlene Methode!
Alternativ können Sie den Mailheader auch mit dem Webformular
auswerten lassen.
Die Zeile, die mit http:// beginnt, ist ein Link zu dem Webformular.
Das sieht in etwa so aus:

Den vorher kopierten Mailheader kopieren Sie in dieses Formular.

Vergessen Sie nicht die Option "Set cookie" gleich neben
dem Knopf "Clear Form" anzuklicken. Dann können Sie
"Process Spam" anklicken und der Mailheader wird analysiert.
Sie bekommen dann eine detailierte Ausgabe. Ganz unten wird Ihnen
angegeben an welche Mailadresse Sie Ihre Beschwerde schicken können.
In welcher Form beschwere ich mich?
In jedem Falle freundlich! Bedenken Sie, dass am anderen Ende auch
nur ein Mensch sitzt, der in vielen Fällen nichts dafür
kann, dass Sie Opfer von Spam geworden sind.
Schreiben Sie Ihre Beschwerde und vergessen Sie auf keinen Fall,
den Orginal Mailheader vom Spammail mitzuschicken (nicht als Attachement).
Am besten schicken Sie den kompleten SpamCop Report mit. Achtung:
Wenn Sie beschwerde selbst via Mail vornehmen. Also nicht einfach
das Mail an SpamCop weiterleiten, besteht die Gefahr, dass der Empfänger
unseriös ist und Ihre Adresse gleich in seine Spamdatenbank
aufnimmt. Dies gilt besonders für Spammer, die einen DSL-Anschluss
mit eigenem Mailserver haben. Insbesonders russische, asiatische
und brasilianische Spammer. Wir empfehlen diese Methode nicht!
Wichtig: Die Aussage: "Seit ich Beschwerden an SpamCop
schicke, bekomme ich noch mehr Spam" ist falsch, bzw. nicht
ganz richtig. Ihre Beschwerde verschickt SpamCop anonym. Aber wenn
es sich um einen agressiven Spammer handelt, wird er ensprechend
reagieren. Das heisst, er wird Ihre Adresse nicht aus der Beschwerde,
die er von SpamCop erhalten hat, einfach auslesen können (weil
die maskiert ist). Aber er sieht den ensprechenden Mailheader von
seinem verschickten Spammail und kann somit herausfinden, welcher
Mailserver sein Spammail erhalten und reklamiert hat. Wenn er genügend
Zeit hat, kann er seine Spamdatenbank absuchen und so speziell auf
Ihre Mailadresse weiterspamen oder er geniert neue Spammails an
genierte Adressen auf Ihre Domäne.
Dies betrifft Sie nur, wenn Sie eine eigene Domäne z.b. @eigene-domain.com
benutzen. Er wird dann einfach x-beliebige Begriffe wie info, support
etc. vor dem @ generieren. Aus diesem Grund raten wir auch davon
ab, die Mailserverkonfiguration bei uns so*@domain.com zu verlangen.
Mit dieser Konfiguration ist es egeal, was vor dem @ stehte. Alles
wird dann auf Ihr Mailkonto geschickt. Also auch galjfladfdafadsfd@domain.com.
Das nutzen Spamer aus.
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